39. Kolping-Karneval-Sitzung in Salzbergen

Traditionsgemäß begrüßte  Jürgen Puls zunächst alle Gäste und Gastvereine im ausverkauften Saal Schütte zur 39. Prunksitzung. Nachdem dann  das noch amtierende Prinzenpaar und der Elferrat, eingerahmt von der Seniorengarde, aufmarschiert waren, zündete Sitzungspräsident Udo Poggemann unter der Regie von Cheforganisator Andreas Egbers-Behrendt ein  Feuerwerk der guten Laune.

Nach dem bekannten Motto, dass Bilder mehr sagen als 1000 Worte, war der Hausfotograf Alfred Oldeweme wieder da, um später einen Eindruck von der stimmungsvollen und abwechslungsreichen Sitzung wiederzugeben.

Zur Überraschung des noch amtierenden Prinzenpaares luden zunächst Mitglieder der Theatergruppe die anwesenden Gäste in hoch-deutsch, plattdeutsch und „voll krass deutsch“  zu ausgelassener Feierstimmung ein. Als Tanzsäcke rockte im Anschluss die Kolpingjugend die Bühne. In Doppelfunktion präsentierte sich Pastoralreferent Michael Hackenberg. Musikalisch thematisierte er Juckepunkte in der Gemeinde, wie z. B. fehlende Läden oder die Steider Straße, in der Fahrräder in Asphaltlöchern versinken. Sein Resümee: „Über manches kann man lachen, manches gar nicht verstehen.“. Darüber hinaus sorgte er als Brandschutzbeauftrager für die nötige Sicherheit im Saal. „Aliens versus Astronauten” war das Motto der Juniorengarde. Das Publikum belohnte die gelungene Darbietung mit kräftigem Applaus und „Zugabe“-Rufen.

Dann war es soweit: als Höhepunkt des Abends wurden zu Beginn des 2. Drittels Prinz Hermann III (Kahle) von Camel & Calmar, passionierter Besitzer einer kleinen Geflügelfarm und Prinzessin Annette II aus dem Hause derer zu Snaadt mit frenetischem Jubel von den närrischen Untertanen begrüßt und übernahmen die Regentschaft der Salzbergener Närrinen und Narren für das kommende Jahr. Ihnen zu Ehren präsentierte die Seniorengarde, erstmalig in neuen Kostümen, den Gardetanz und erntete den verdienten Applaus. „Zugabe“-Rufe erfüllte die Garde nach diesem schweißtreibenden Auftritt erst zum Ende der Sitzung mit dem Schautanz. Danach sorgte ein hängendes F einer Schreibmaschine für Aufregung. Die Kundin, dargestellt von Anita Hemmelder, suchte Rat beim Fachhandel. Die junge, auf Computer spezialisierte  Servicekraft Jutta Stein war mit diesem  prähistorischen Erbstück jedoch deutlich überfordert.
Anika Künnemann überzeugte anschließend als stellvertretender Chefredakteur des Grevenbroicher Tageblatts, „Horst Schlemmer“ und trieb dem begeisterten Publikum Lachtränen in die Augen. Die Jugendgarde hatte in diesem Jahr einen Tanzbeitrag unter der Überschrift „Puppenspiel“ einstudiert. Bei ihrer Darbietung empfanden sie zu passender Musik eine Spieluhr nach. Natürlich wurden auch sie mit Applaus und „Zugabe-Rufen“ belohnt.

Zu Beginn des 3. Drittels  beeindruckte Solomariechen Frieda Berning (11 Jahre) von der Karnevalsgesellschaft Kespel Emsbüren mit einer sehenswerten und akrobatischen Darbietung. Auch für sie gab es einen absolut hochverdienten langanhaltenden Beifall. „Gut wieder hier zu sein“ hieß es dann bei den Bänkelsängern. Mit gewohnt spitzer Zunge legten Franz Reckers und Josef Brinkel, zur Begeisterung der Narrenschar den Finger in so manche Wunde, sei es die Ortskernsanierung, der Regierungsstil des „Monarchen“, der Predigtstil des Pfarrers u. v . m.. Fazit des Ganzen: „Was geht das uns an, …“. Einen farbenfrohen Schlusspunkt setzte, wie bereits erwähnt, die Prinzengarde, mit einer sehenswerten Choreografie zu „Harry Potter“.

Zum abschließenden Finale wurden alle Aktiven auf die Bühne gebeten. Der Dank für ein kurzweiliges Programm galt jedoch nicht nur Ihnen sondern insbesondere auch allen Mitwirkenden hinter der Bühne sowie dem begeisterten Publikum. Zufrieden sein durften am Ende auch Vorsitzender Jürgen Puls, Sitzungspräsident Udo Poggemann und Cheforganisator Andreas Egbers-Behrendt. Mit flottem Tanz endete die Feier am frühen Morgen.

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